Schweizer Veloroute Nr. 3 (ab Zürich)

Nord-Süd-Route über den Gotthardpass (vom 14. bis 24. Juli 2014)

Tag 7: Von Bellinzona nach Lugano

NoS372D Länge: 39,4 km, Höhendifferenz: bergauf 460 m, bergab 407 m,
Höchster Punkt: 558 m (Monte Ceneri)
Strecke: Bellinzona - Monte Ceneri - Lugano
Besonderes: Ticino - Lago Maggiore - Monte Ceneri - Lugano

Wir starten von Bellinzona ohne Regen, das läßt hoffen. In der Ticinoebene hören wir ein Gewitter hinter uns im Tal Richtung Biasca. Offenbar stauen sich dort immer noch die Wolken. Vor uns ist es glücklicherweise heller mit etwas blauem Himmel. Unterwegs an einem Brunnen entfernen wir den Dreck von unseren Rädern, den die unbefestigten Wege am Vortag hinterlassen haben. Wir weichen von der Route und der Straße ab, eine Nebenstraße führt durch Weinberge einige Höhenmeter hinauf und trifft dann auf die Route. Leider sind wir an einer Stelle vor einer kleinen Brücke abgebogen statt erst hinter dieser Brücke, dadurch sind es einige Steigungen zu viel. Die dürfen wir aber wieder abfahren.

Bellinzona Unwetter Putzstunde
Abfahrt von Bellinzona Unwetter Richtung Biasca Der Dreck von Gestern muss runter
Strasse Lago Maggiore Serpentine
Straße hinauf zum Monte Ceneri Lago Maggiore Nebenstraße trifft Hauptstraße

Auf der Hauptstraße ist eine Baustelle, dadurch wir es dort etwas eng, denn es fehlt der Radstreifen. Trotzdem erreichen wir zügig die Passhöhe und machen erst mal Pause am Imbiss der Tankstelle. Von da führen schöne Nebenwege weiter. Bei Lamone verlassen wir die Nord-Süd-Route, denn die läßt Lugano links liegen und führt nach Agno und weiter nach Chiasso, da wollen erst morgen hin. Unser weg zweigt nun ab zum Bahnhof von Lugano.

Lugano Lugano Lugano
Kurz vor Lugano Abfahrt nach Lugano Park in Lugano

Die Straßen um Lugano sind stark befahren und teilweise recht eng. Nach dem Bahnhof zweigt eine kleine Straße direkt hinunter nach Lugano zu unserem Hotel ab, dort bleiben wir nun drei Nächte. In Lugano muss man mit dem Velo aufpassen, denn viele Wege enden an einer Treppe! Am Nachmittag machen wir einen ausgiebigen Spaziergang, es war den ganzen Tag trocken geblieben.


Tag 8: Rundfahrt von Lugano zum Comer See

NoS382D Länge: 74,3 km, Höhendifferenz: bergauf 668 m, bergab 668 m,
Höchster Punkt: 376 m und 365 m
Strecke: Lugano - Agno - Melide - Chiasso - Comer See ...
Besonderes: Luganer See, Comer See, Weinberge

Die Wetteraussichten sind nicht schlecht, obwohl es am frühen Morgen noch geregnet hatte. Wir beschließen, heute die Nord-Süd-Route mit einer Rundfahrt abzuschließen. Erst nach Neun beginnt unsere Tour mit der Fahrt hinauf nach Laghetto, dort beginnt es wieder zu regnen. Knapp eine Stunde Zwangspause an einer überdachten Bushaltestelle. Dann setzten wir die Fahrt bergab in Richtung Agno zu einem Ausläufer des Luganer Sees fort. Die Strecke verläuft jetzt immer am See entlang nach Morcote und Minusio (Swissminiatur), weiter um den See bis an dessen Ende bei Capolago. Während dessen kommt die Sonne und es wird sehr warm. Am See nutzen wir schon Mal eine Bank und genießen den Tag.

Luganer See Schwäne Morcote
Luganer See bei Agno Familie Schwan Am See bei Morcote
San Salvatore Kirche Capolago
San Salvatore von Bissone Kirche in Melano Luganer See von Capolago

Weiter auf der Route über Mendrisio und durch Weinberge bis der Bahnhof von Chiasso erreicht wird. Zeit für eine Mittagspause gegen 14 Uhr. Auf der Terrasse am Mövenpickhotel essen wir Rösti Bolognese, nie gehört aber sehr lecker. Was nun? Es gibt eine schöne Runde ab Chiasso (240 m) über eine Anhöhe (305 m) in Richtung Como (210 m), dann am Comer See entlang Richtung Cernobbio und wieder über den Berg (345 m) zurück nach Chiasso (240 m). Trotz viel Verkehr und ordentlicher Steigungen meist ohne Radweg ist das eine schöne kleine Runde. Leider ist die Fernsicht schlecht.

Mendrisio Weinberge Vor Chiasso
In Mendrisio Weinberge vor Chiasso Kurz vor Chiasso
Como Comer See Rückweg
Blick nach Como Am Comer See Rückweg vom Comer See
Lugano Luganer See Schiff
Enge Straße nach Lugano Luganer See Luganer See

Bei dem inzwischen schönen Wetter fahren wir mit dem Rad auf direktem Weg zurück. Die Straße zwischen Minusio und Lugano hat ebenfalls weder Radweg noch Radspur. Wegen Verkehrsstau und irgendwelcher Polizeikontrollen ist die Straße in Richtung Lugano fast Autofrei - schön für uns. So können wir die Aussicht auf den See richtig ausschöpfen. In Lugano essen wir noch ein Eis und am Abend reicht uns eine Cocktailbar am See mit kleinen Snacks, die dazu gereicht werden.


Fortsetzung


  Radfahren

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