Mit dem Rad am Lago Maggiore 2010

Auf dieser Seite finden sich einige ausgewählte Radtouren rund um Locarno. Zu jeder Tour gibt es Hinweise und Anregungen. Diese Touren wurden so im Juli 2010 gefahren, die Routen wurden mit Magic Maps geplant. Start und Ziel sind das Hotel Esplanade. Die Tracks können als gpx-Dateien geladen werden. Auch die Anzahl der Trackpunkte wurde reduziert und die Höhenprofile geglättet.
Strecken auf der Karte anzeigen

Höhenweg Ronco

ronco2D Länge: 33 km, Höhendifferenz: bergauf 375 m, bergab 375 m,
Höchster Punkt: 435 m
Strecke: Locarno - Ascona - Ronco - Arcegno - Golino - Locarno
GPS-Daten: Ronco.zip

Das war eine leichte Tour zur Eingewöhnung. Der Höhenweg von Ascona nach Ronco ist sehr schön zu fahren und bietet eine gute Aussicht über die Maggiahalbinsel. Der kurze Anstieg in Ascona Richtung Monte Verita ist etwas steil. Gleich nach der Abfahrt liegt auf der linken Seite ein schönes Grotto in Richtung Intragna.

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Locarno und Maggiahalbinsel Höhenweg nach Ronco Blick nach Tegna

Herausforderung Verzascatal

verzasca2D Länge: 60 km, Höhendifferenz: bergauf 900 m, bergab 900 m,
Höchster Punkt: 920 m
Strecke: Locarno - Tenero - Gordola - Verzascatal bis Sonogno und zurück
GPS-Daten: Verzasca.zip

Das Verzascatal ist eines der schönsten Täler in der Umgebung, der Anstieg ist allerdings ziemlich heftig. Die Strasse steigt ab Tenero auf einer Länge von 4 km etwa 300 m bis zum Stausee an, die Steigung liegt teilweise über 10 %. Ab der Krone der Staumauer steigt die Strasse bis zum Talende über eine Strecke von 21 km kontinuierlich mit ca. 3-4 % an. Nur kurz vor Sonogno auf 920 m gibt es mit einer Serpentine noch einen stärkeren Anstieg. Auf der Staumauer gibt es eine Sprunganlage für Bangee, die Mauer ist immerhin 230 m hoch.

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Staumauer im Verzascatal Wahrzeichen vom Verzascatal Sonogno

Gleich hinter Lavertezzo steht die malerische Brücke, die in allen Prospekten zu sehen ist. Hier ist der Fluss Verzasca bis zu 18 m tief, das Wasser schillert tiefgrün, hier waren sogar Taucher unterwegs. Im Sommer wimmelt es hier von Badegästen und mache springen sogar von der Brücke ins Wasser. Hinter Sonogno ist dann die Welt zu Ende, es beginnt ein Wandergebiet.

Einmal Lugano hin und zurück

lugano2D Länge: 72 km, Höhendifferenz: bergauf 870 m, bergab 870 m,
Höchster Punkt: 559 m
Strecke: Locarno - Lugano - Locarno
GPS-Daten: Lugano.zip

Wir hatten da mal eine Idee, mit dem Rad nach Lugano, aber die Auffahrt zum Monte Ceneri auf der Hauptstrasse war uns zu stressig (nur Radwegstreifen an beiden Seiten). Ich würde diese Strecke heute trotzdem empfehlen - oder den Zug nehmen wie wir das im 2. Teil praktiziert haben. In der Route führt die Strecke sehr schön am kleinen Flugplatz entlang, da gibt es ein Problem, man muss nachher die Hauptstrasse überqueren. Besser ist die gleiche Strecke wie auf dem Rückweg in diesem Bereich.

Ich hatte für uns die Via Romanica ausgesucht, das ist eine alte Römerstraße bzw. das was von ihr noch da ist: Ein Belag aus dicken Kieselsteinen, der teilweise zerstört ist. Die Steigung erreicht teilweise fast 20 %. Wir haben dann knapp 2 Stunden die Fahrräder geschoben, in der steilsten Passage musste ich beide schieben, da meine Frau das nicht geschafft hat. Es war im Nachhinein trotzdem ein schönes Erlebnis, das ich nicht missen möchte. Der Rest der Tour war einfach, nur in Lugano zu See zu kommen ist nicht so leicht, denn es gibt viele Wege mit Treppen. Lugano ist einfach traumhaft schön.

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Römerstraße im Wald bis 20 % Lugano mit San Salvatore Weg zurück

Zurück hatten wir andere Varianten genutzt, man kann den Fernradweg von Ciasso nach Bellinzona nutzen. Aber nach dem Monte Ceneri empfehle ich ab der ersten großen Serpentine einen Nebenweg zu nehmen, der ist ebenfalls asphaltiert und ohne Autoverkehr. Später folgen sehr schöne kleine Orte.

Am See entlang nach Luino

luino2D Länge: 72 km, Höhendifferenz: Flach um den See
Höchster Punkt: Unser Hotel
Strecke: Locarno - Luino - Locarno
GPS-Daten: Luino.zip

Ebenfalls eine sehr schöne Strecke ist die Fahrt um den See bis nach Luino. Man kann zu Beginn auf unbefestigten Wegen durch das Naturschutzgebiet fahren. Ab Magadino gibt es keine Radwege, man muss auf der Strasse fahren, der Verkehr ist auf dieser Seite des Lago Maggiore nur gering. Nach der Grenze gibt es mehrere Tunnel, die meist am See entlang umfahren werden können. Eine der Umfahrungen war wegen Steinschlag gesperrt und gut abgesperrt. Die längeren Tunnel sind beleuchtet. Auf dem Rückweg sind wir ohne Probleme durch die Tunnel gefahren.

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Rastplatz am See Mögliche Tunnelumfahrung Am Hafen von Luino

 

Im unteren Maggiatal bis Cavergno

rerunde2D Länge: 71 km, Höhendifferenz: bergauf 390 m, bergab 390 m,
Höchster Punkt: Cavergno 470 m
Strecke: Locarno - Maggiatal - Cavergno - Maggiatal - Locarno
GPS-Daten: Maggiatal.zip

Das Maggiatal ist das bekannteste und größte Seitental im Tessin. Im Sommer wird da überall gebadet. Das Maggiatal hat noch einige Seitentäler, nach Bosco Gurin 1500 m und Cimalmotto 1400 m, nach San Carlo 1000 m im Val Bavona und mit der Seilbahn in das Wandergebiet von Robiei, in das obere Maggiatal nach Fusio 1300 m und weiter zum Stausee Lago di Sambucco auf 1500 m und noch weiter in das Quellgebiet der Maggia Lago del Narret auf 2300 m Höhe. Letzteres geht nur im Sommer auf Schotter mit extremen Steigungen.

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Granitsteinbrüche im Maggiatal Cavergno Alte Eisenbahnbrücke, Ponte Brolla

Unsere Tour ging nur bis Cavergno, bis da ist die Strecke gut zu bewältigen. Am Taleingang bei Ponte Brolla ist die Strasse sehr eng, danach gibt es etwas bis Someo einen Radweg oder gute Ausweichmöglichkeiten durch die kleinen Orte. Bei Gordevio kann man auf Schotterwege im Wald entlang der Maggia ausweichen. Zwischen Riveo und Visletto gibt es Granitsteinbrüche - sehr interessant aber staubig. Auf dem Rückweg hatten wir die Räder vor Ponte Brolla über die alte Eisenbahnbrücke geschoben, so weicht man dem Engpass auf der Strasse aus.

In das Centovalli bis nach Re

rerunde2D Länge: 59 km, Höhendifferenz: bergauf 800 m, bergab 800 m,
Höchster Punkt: Re 720 m
Strecke: Locarno - Intragna - Re - Intragna - Locarno
GPS-Daten: ReRunde.zip

Eine weitere sehr schöne Strecke ist das Centovalli (Schweiz) und dann das Val Vigezzo (Italien). Im Centovalli besteht die Strasse nur aus Kurven, die Aussicht ist immer grandios - so nur mit dem Rad zu genießen. Mit dem PKW wird einem hier schwindelig und man sieht nicht viel. Parallel verläuft die Bahnstrecke nach Domodossola, die Bahn transportiert keine Fahrräder. Bis Intragna gibt es verschiedene Routen, die Anstieg nach Intragna ist der steilste Abschnitt der ganzen Strecke.

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Viadukt der Centovallibahn Sehr enge Strasse Basilika von Re

In Re gibt es eine sehr große Basilika zu sehen. Der Rückweg erfolgt bis Intragna auf dem gleichen Weg, es sei denn man fährt weiter bis Malesco und dann über den Paso Pantani (siehe Teil 2).

Forsetzung Teil 2


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